Faszien – lange bekannt, lange verkannt

Faszien sind Bindegewebestrukturen, die unsere Organe, Muskeln, Adern, Gehirn, Knorpel und noch mehr, umhüllen und auch durchdringen.

Sie geben unseren Muskeln und Organen Halt, sie passen sich an und gleiten sanft über diese hinweg, wenn wir uns in Bewegung befinden (Bücken, Arm anheben, Muskelkontraktionen).

Bewegungsarmut oder zu starke Belastungen können allerdings dazu führen, dass Faszien verfilzen oder nach einer Verletzung Narben bilden. In diesem Fall gleiten nun unsere Faszien nicht mehr sanft über die zu schützenden Strukturen, sondern verkleben mit eben jener Struktur.

Vor nicht allzu langer Zeit wurde noch davon ausgegangen, dass das Fasziengewebe nicht mit Nervenzellen versorgt ist. Dies ist mittlerweile widerlegt und die Vermutung liegt nah, dass viele Leiden, denen keine ursächliche Diagnose zugrunde liegt, durch das nicht gleitende Bindegewebe verursacht wird. Wenn beispielsweise die Muskulatur sich ausdehnt und das feste Bindegewebe an ihr klebenbleibt, kann das Bindegewebe schmerzen. Durch unermesslich viele Nerven kann das Bindegewebe als größtes Sinnesorgan unseres Körpers bezeichnet werden.

Durch besondere Dehnungen, Übungen und Massagen kann das Fasziengewebe wieder gleitfähig gemacht werden. Durch Massagen zum Beispiel, wird durch Druck das Gewebswasser aus den Faszien herausgedrückt, in der Entlastung zieht sich das Gewebe wieder mit frischem Gewebswasser und häufig auch mit mehr Gewebswasser voll. Auch das dynamische Dehnen wird wieder interessant; durch das Nachfedern (Dynamik-Bewegung) in der Dehnung wird das Gewebe elastischer und löst sich von Verklebungen.

Author: Redaktions-Team

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